
Institut für Restgedanken und Reaktionen
Das IRR ist ein unabhängiges, selbst gegründetes Institut zur Betrachtung von Themen, Gedanken und Reaktionen, die eine zweite, dritte oder gelegentlich auch eine völlig unangebrachte vierte Perspektive vertragen könnten.
Es entstand aus dem Wunsch, Dinge nicht nur so zu betrachten, wie sie bereits erklärt, eingeordnet oder öffentlich abgeheftet wurden. Das Institut folgt dabei keiner festgelegten politischen, wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Zuständigkeit. Es folgt seinem eigenen Interesse.
Im Mittelpunkt stehen Fragen, Beobachtungen und Reaktionen, die auffallen, hängen bleiben oder sich einer schnellen Antwort widersetzen. Manche davon werden zu Akten. Andere führen zu Texten, Bildern, Gesprächen oder experimentellen Formen. Einige bleiben zunächst einfach liegen, was innerhalb des Instituts als vorläufige Bearbeitung gilt.
Das IRR bietet keine verbindlichen Lösungen an und übernimmt keine Zuständigkeit für fremde Angelegenheiten. Eingereichte Anträge, Hinweise oder Gedanken können aufgegriffen, abgelehnt, weitergedacht oder zum Ausgangspunkt eines Austauschs werden.
Was daraus entsteht, entscheidet das Institut selbst.

Warum es das IRR gibt
Viele Themen werden heute schnell erklärt, eingeordnet und mit einem passenden Etikett versehen. Danach gelten sie als verstanden. Das funktioniert erstaunlich gut, solange niemand noch einmal genauer hinsieht.
Das IRR entstand aus dem Bedürfnis, genau das zu tun.
Es betrachtet Themen aus anderen Blickwinkeln, stellt Fragen, die im üblichen Ablauf gern am Rand liegen bleiben, und verfolgt Gedanken weiter, auch wenn sie sich nicht sofort einer fertigen Meinung anschließen möchten.
Dabei geht es weder darum, grundsätzlich zu widersprechen, noch darum, aus jeder Kleinigkeit ein Welträtsel zu bauen. Das Institut erlaubt sich lediglich, genauer hinzusehen, anders zu denken und gelegentlich dort weiterzumachen, wo andere bereits zufrieden aufgehört haben.